Ein Atemzug Yoga – Januar

von Petra | Shri Hanuman Yoga

Der Januar hat diesen besonderen Klang.
Noch ist das Jahr jung, fast scheu.
Alles liegt offen – und genau das kann ganz schön laut werden.

Überall flüstert es von Neustart.
Von Vorsätzen, Plänen, Entscheidungen.
Als müssten wir schon wissen, wohin wir gehen, bevor wir überhaupt richtig angekommen sind.

Was, wenn der Januar kein Neustart sein muss?

Was, wenn er eher ein Innehalten ist.
Ein langer Ausatem nach dem Trubel.
Ein Moment, in dem nichts festgelegt werden will.

In der Yogapraxis kennen wir dieses Dazwischen gut.
Nach einer Haltung bleiben wir manchmal noch einen Atemzug liegen.
Nicht, um etwas zu „optimieren“.
Sondern um zu spüren, was nachklingt.

Der Körper spricht leise.
Das Herz auch.
Und oft brauchen beide Zeit, bis ihre Antwort Form annimmt.

Nicht alles will sofort entschieden werden.
Manches darf erst einmal weich bleiben.
Unsortiert.
Unklar.
Lebendig.

Vielleicht ist genau das die Qualität dieses Monats:
nicht zu drängen.
Nicht zu beweisen.
Sondern zu lauschen.

Wir üben das selbst.
Immer wieder.
Auch wir kennen den Impuls, alles schnell „richtig“ machen zu wollen.
Und das freundliche Zurücklehnen, wenn wir merken:
Es reicht, da zu sein.

Hanuman erinnert uns daran, dass innere Größe nichts mit Eile zu tun hat.
Mut entsteht nicht aus Druck, sondern aus Vertrauen.
Und Hingabe beginnt oft dort, wo wir aufhören, uns zu hetzen.

Vielleicht magst du dir im Januar einfach einen Atemzug Zeit schenken.
Ohne Ziel.
Ohne Plan.
Nur als Raum.

Was darf bei dir noch nachklingen?

Wir bleiben dran.
Schritt für Schritt.
Atemzug für Atemzug.


Petra 💚
Shri Hanuman Yoga