Nachklang der Rauhnächte – was leise geblieben ist

Die Rauhnächte sind vorbei. Der Alltag ist wieder da – zuverlässig, gut organisiert und mit erstaunlich wenig Geduld für langsame Übergänge.
Und trotzdem merke ich:
Innerlich bin ich noch nicht ganz angekommen. Und das meine ich gar nicht negativ.

Diese Zeit nach den Rauhnächten fühlt sich für mich wie ein sanftes Ausschwingen an. Nicht alles ist sofort klar, nicht jede Idee schon greifbar.
Yoga nennt diesen Prozess Svadhyaya – Selbstbeobachtung ohne Urteil.
Für mich heißt das: wahrnehmen, ohne sofort ein Ergebnis zu erwarten.

Ich habe gelernt, dass der Januar kein Monat für große Entscheidungen sein muss. Eher einer für Ordnung im Inneren. Für ehrliches Spüren: Was hat mich im letzten Jahr getragen? Was darf langsam gehen? Und was darf sich erst noch zeigen?

Vielleicht ist genau das ein guter Start: nichts überstürzen, sondern ankommen. Schritt für Schritt. Atemzug für Atemzug.