Zwischen Affensprüngen und stillen Momenten – unser Jahresrückblick 2025

Und schon wieder sind wir an diesem besonderen Punkt angekommen:
Das Jahr atmet aus, wir atmen mit.

2025 verneigt sich langsam vor uns – vielleicht noch etwas außer Atem, aber voller Geschichten, Erfahrungen und kleiner Erkenntnisse, die sich oft erst im Rückblick zeigen.

Yoga hat uns auch in diesem Jahr begleitet – nicht nur auf der Matte, sondern mitten im Leben. In den Momenten von Balance ebenso wie in denen, in denen wir sie verloren haben. In der Yogaphilosophie heißt es, dass alles im ständigen Wandel ist (Anitya). 2025 hat uns das eindrucksvoll gezeigt: nichts bleibt, wie es ist – und genau darin liegt auch die Chance.

Rückblick 2025 – Übung im Dasein

Auf der Matte haben wir geübt: Standfestigkeit (Sthira), Leichtigkeit (Sukha), Hingabe (Ishvara Pranidhana). Mal fühlte sich eine Asana stabil und weit an, mal eher wie ein gut gemeinter Vorschlag des Körpers. Und auch abseits der Matte war das Jahr eine Einladung, Yoga zu leben: achtsam sprechen, liebevoller mit uns selbst sein, Pausen nicht als Schwäche zu sehen.

Was uns besonders dankbar macht, ist die gemeinsame Praxis. Die Energie im Raum, das stille Einverständnis im Atem, das Lächeln nach der Endentspannung. Yoga entsteht nicht allein – es entsteht in Verbindung. Und dafür sagen wir von Herzen Danke.

Die Rauhnächte 2025 – Zeit für Innenschau

Mit den Rauhnächten betreten wir eine Zeit, die sich anfühlt wie ein langer, bewusster Atemzug zwischen Aus- und Einatmung. In dieser Phase dürfen wir Pratyahara üben – das Zurückziehen der Sinne, das Lauschen nach innen. Was darf gehen? Was möchte bleiben? Und was darf sich ganz neu zeigen?

Die Rauhnächte laden uns ein, nicht sofort Antworten zu erzwingen. Yoga lehrt uns Geduld (Kshanti) – und Vertrauen darauf, dass Klarheit oft dann entsteht, wenn wir aufhören, sie zu jagen.

Hanuman – Erinnerung an unsere innere Kraft

Hanuman begleitet uns auch zum Jahresende. Nicht als perfekter Held, sondern als Sinnbild für Mut, Hingabe und Herzenskraft. Er vergisst zeitweise seine Fähigkeiten – bis andere ihn daran erinnern. Wie oft geht es uns ähnlich?

Yoga ist genau diese Erinnerung: Du bist mehr als deine Zweifel. Mehr als dein innerer Kritiker. Mehr als die Tage, an denen alles schwerfällt. Hanuman springt nicht aus Ego, sondern aus Liebe und Vertrauen. Vielleicht ist das eine schöne Ausrichtung für das kommende Jahr.

Ein Vorsatz, der yogisch bleiben darf

Und ja – es gibt einen guten Vorsatz. Ganz unaufgeregt, ganz menschlich: regelmäßiger schreiben. Gedanken teilen, Impulse aus Yoga und Alltag festhalten, Verbindung schaffen. Nicht perfekt, nicht immer tiefschürfend – aber ehrlich und präsent. Auch das ist Yoga: Abhyasa – die liebevolle, beständige Übung.

Wir versprechen nichts Unmögliches. Aber wir bleiben dran. Mit einem Augenzwinkern, einem offenen Herzen und der Bereitschaft, auch mal über uns selbst zu lachen.

Zum Ausklang

Möge diese Zeit des Jahres euch weich werden lassen, wo ihr hart wart, und klar, wo ihr euch verloren fühlt. Mögen die Rauhnächte euch begleiten wie eine stille Praxis – ohne Ziel, aber mit Wirkung. Und möge Hanuman euch daran erinnern, dass euer Herz weiter springen kann, als ihr manchmal glaubt.

Wir freuen uns auf alles, was kommt.
Mit euch. Auf der Matte und im Leben.

Namasté ✨
Petra 💚 & Katja 🧡